Beobachtungen aus dem römischen Alltag. Heute: Im Tiefschlaf bis zur Endstation.

 Aufgeschnappt 2: Im Tiefschlaf bis zur Endstation.

 

Aufgeschnappt

In der Metro kann man schon mal in den Schlaf geschaukelt werden.

 

Im Zug Richtung Lido di Ostia: Ein junger Kerl sitzt mit nach hinten gekipptem Kopf auf dem Sitz, der Mund steht offen. Endstation, alle steigen aus. Er nicht. Während ich noch überlege, ob ich ihn anstupsen soll, tut das bereits eine resolute ältere Dame. Sie stupst und sagt, Endstation. Er rührt sich kein bisschen. Sie rüttelt nun an seinem Oberarm. Ragazzo! Aufwachen! Er schläft unbeeindruckt weiter. Sie: Jetzt fährt er ja wieder nach Rom zurück. Wir müssen Hilfe holen! Sie winkt die gerade vorbeilaufenden Beamten ins Abteil. Sie: Hier sitzt ein ragazzo und wir bekommen ihn nicht wach. Die Beamten sind nicht so zaghaft wie sie und klopfen ihm auf die Schulter. Es wirkt: Er springt vom Sitz, wie einer, der gerade in eine Wespe getreten ist, schaut sich verwirrt um und taumelt dann so schnell es eben in diesem Zustand geht, aus dem Abteil. Die Beamten rufen ihm noch einen Rat hinterher: Ragazzo, geh doch erst mal einen Kaffee trinken!

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