Am Montag haben sich vier Touristen in der Nähe der Spanischen Treppe ein Waffeleis geholt. Das ist erst mal nicht außergewöhnlich. Doch diese vier bezahlten dafür 64 Euro. 

 

Eis, gesalzen

Gesalzene Preise: 4 Eis für 64 Euro.

 

Wie der Corriere della Sera berichtet, kauften sich zwei englische Ehepaare am Montag, 5. Mai, in einer Bar in der Via della Vite in der Nähe der Spanischen Treppe ein Waffeleis mit je drei Kugeln auf die Hand. An der Kasse zahlten sie für jedes Eis 16 Euro, insgesamt also 64 Euro.

Nach dem Bezahlen standen die Ehepaare fassungslos vor der Eisdiele und zeigten allen Vorübergehenden die Quittung. Das Ganze wäre vermutlich nie öffentlich geworden, wäre nicht gerade Bürgermeisterkandidat Matteo Costantini vorbeigekommen. Er fand das so skandalös, dass er den Touristen das Geld aus eigener Tasche zurückzahlen wollte.

„Wir wollen das Geld nicht, wir wollen nur verstehen, wie so etwas möglich ist“, sagten die Engländer. Das Geld will der Bürgermeisterkandidat nun für guten Zweck spenden. Und, so versprach er, sollte er Bürgermeister werden, wolle er eine „Grüne Nummer“ einrichten, unter der solche Fälle angezeigt werden können. (Eine gute Idee und außerdem eine gute Promoaktion für Costantini im Wahlkampf).

Der Besitzer der Bar fühlt sich im Recht: Die Preise seien angeschlagen. Das nützt ihm wohl nichts mehr. Die Bar soll geschlossen werden – eine klare Ansage im Kampf gegen schamlose Abzocke.

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Zum Beitrag des Corriere della Sera geht es hier: roma.corriere.it (italienisch)

 

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