Zum Friseur zu gehen, ist für die meisten Frauen ein Akt des Vertrauens. In Rom zum Friseur? Unheimlich? Bei Gianluca Cavallaro nicht. Seine Mission: Jede Frau noch schöner zu machen. Lieblingsplatz: Via Appia Antica.

Zu einem Friseur zu gehen, den man nicht kennt, ist aufregend. Was, wenn man dann tagelang oder gar monatelang nur noch mit einem Hut oder einem Kopftuch herumlaufen möchte? Und das in Rom?

Also fragte ich eine Römerin, welchen Friseur sie empfehle. Ihr Tipp: Gianluca Cavallaro in Monti. Ich war bei ihm und kann sagen: Zum Weiterempfehlen gut.

Gianluca, du hast seit 16 Jahren einen eigenen Laden, seit einigen Jahren bist du hier in Monti. Ich habe festgestellt: Die Frauen hier kennen dich. Was ist dein Geheimnis?

Bevor ich ein eigenes Geschäft eröffnet habe, arbeitete ich für das Fernsehen und für Fashion-Shows. Bei Fotoshootings oder auf einem Set machst du nur bestimmte Sachen. Das war mir nicht genug. Hier kann ich alles machen. Mir gefällt es, zu verschönern.

Ich sehe die ganze Schönheit einer Frau und nicht nur ihre Haare. Als Friseur muss man sich vor allem anschauen, was das für ein Mensch ist und wie man ihn noch schöner machen kann.

Ich schaue mir die Frau genau an, was hat sie für ein Gesicht, welche Kleidung trägt sie, was passt zu ihr. Das ist das Geheimnis meines Berufs. Es ist nicht nur die Technik sondern es geht auch darum, zu verstehen, was das beste ist für meine Kundinnen und Kunden.

Wie siehst du die römischen Frauen?

Die römischen Frauen wissen, was sie wollen, aber sie hören meist auf meinen Rat und lassen mich machen. Sie sind allerdings Gewohnheitstiere. Erst wenn sich die Mode ändert, machen sie auch ein bisschen etwas anderes. Wenn eine Frau zum Beispiel die Haar kürzer trägt, dann will die andere das auch. So werden sich alle ein bisschen ähnlich.
Wir Römer sind nicht frei in der Auswahl unseres Stils. Das ist schade, denn meiner Meinung nach kommt es darauf an, was zu einem Menschen passt und nicht, was gerade angesagt ist.

Hättest du die Frauen lieber experimentierfreudiger?

Ich möchte die Frauen schöner machen, es geht mir nicht um Extravaganz. Viele Friseure denken, um so verrückter die Frisur, um so besser. So sehe ich das nicht. Man soll der Natur der Haare folgen, der Schönheit. Ein guter Stil ist wichtig.

Manche Frauen übertreiben es allerdings, sie machen ihre Haare kaputt und zerstören das Gesamtbild. Wichtig ist gesundes, glänzendes Haar.

Wichtig finde ich auch, dass man sich nicht nur gut fühlt, wenn man vom Friseur kommt, sondern dass man auch zu Hause den Look hinbekommt.

Ich möchte den Frauen einen Rat geben: Man sollte immer wissen, welche Produkte der Friseur verwendet. Es gibt viele schlechte Produkte auf dem Markt und die machen krank. Deshalb sollte man immer fragen: Welche Marke, welche Farbe wird verwendet und zum Beispiel darauf achten, wie das Produkt riecht.

Man sollte überhaupt vorsichtig sein, was man sich auf den Kopf macht. Ich habe Farben hier, die selbst schwangere Frauen benutzen können.

 

Gianluca Cavallaro - Friseur in Rom

 

Du bist mit deinem Geschäft in Monti, ein Stadtteil, der gerade ‚in‘ ist. Welches ist dein Lieblingsplatz in Rom?

Mein liebster Platz ist die Via Appia Antica. Hier ist man im Grünen, in der Geschichte Roms. Es gibt viele Denkmäler, die man besichtigen kann und am Sonntag, wenn die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, kann man wunderbar spazieren gehen und viel entdecken. Wie zum Beispiel die Katakomben und sehr schöne Villen. Am besten beginnt man bei der Porta di San Sebastiano und geht dann Richtung Cecilia Metella.

Gianluca Cavallaro, Hair & Beauty Salon

Via Panisperna 229
Roma
Tel. 06 474 20 31
Cell. 0039 347 724 02 03

Öffnungszeiten: Di – Sa 10.30 – 20 Uhr

Auf Facebook: www.facebook.com/Gianluca-cavallaro-hair-stylist

Lieblingsplatz von Gianluca: Via Appia Antica

Die Via Appia Antica ist eine der ältesten Straßen der Welt. Die Straße ist von Zypressen und Pinien gesäumt und hat teilweise noch antikes Pflaster.

Da die Toten früher nicht innerhalb der Stadtmauern begraben werden durften, entstanden an dieser Straße entlang Grabmäler und Katakomben, die zum Teil zu besichtigen sind.

Tipp: Am besten Sonntags hingehen, da dann die Straße für den Autoverkehr gesperrt ist. Man kann auch Fahrräder mieten.

Anfahrt

Hinkommen: Mit der Metro B bis Circo Massimo oder Piramide dann mit dem Bus 118 nach Porta San Sebastiano.

 

Foto: SC & JoCa

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